Teilnahmerekord trotz eisigen Temperaturen: Bericht zum 121. Historischen Erinnerungsschiessen
Am 121. Historischen Erinnerungsschiessen vom 1. März 2025 wurde im Schiessstand Vilbringe in Kirchberg ein neuer Rekord verzeichnet: Trotz bitterer Kälte nahmen ausserordentliche 338 Schützinnen und Schützen teil. Ein beispielloser Erfolg für den Anlass und ein schönes Zeichen, dass das Schiessen in den Schützenkreisen offensichtlich Anklang findet. Der Anlass steht im Zeichen der Erinnerung an die militärische Niederlage der Berner gegen die Franzosen im Jahr 1798 und ihre Folgen, deren Überwindung im aktuellen Anlass jeweils am ersten Samstag im März im Zentrum steht. Die Durchführung obliegt der Gesellschaft Stadtschützen Burgdorf; zu den Stammsektionen gehören die Stadtschützen Bern, Schützengesellschaft Herzogenbuchsee, Kirchberg Schützen, Stadtschützen Langenthal, Schützengesellschaft Langnau/Bärau, und die Schützengesellschaft Zofingen, welche den Ehrenbecher stiftet.
Um der hohen Teilnehmerzahl gerecht werden zu können, wurde das Feuer wie im Vorjahr bereits um 09:30 Uhr eröffnet und die Schiesszeit bis um 15:45 verlängert. Die Teilnehmenden und zahlreichen Helfenden stellten sich dem eisigen Luftzug im Läger und es wurden unabhängig der Witterung eindrucksvolle Resultate erzielt. Das diesjährige Schiessen barg für einige Schützinnen und Schützen eine besondere Überraschung bei der Abholung der Auszeichnungen: Das Programm des Erinnerungsschiessens umfasst 12 Schüsse (1, 2, und 3 Schüsse in je einer Minute, gefolgt von 6 Schüssen in 30 Sekunden) und wer in der zweiten Serie einen Tiefschuss von 99 Punkten erzielte, durfte sich über den Gewinn eines Kartons Burgdorfer Bier freuen, gesponsert von der Gasthausbrauerei Burgdorf, gegründet 1999. Kurz nach 16:30 Uhr begrüsste Martin Kolb, der scheidende Präsident der Stadtschützen Burgdorf und des Erinnerungsschiessenverbandes, zum letzten Mal im Amt die Schützengemeinde und die geladene Gesellschaft: Festredner Christian Sieber (Br, Kdt Militärpolizei), Ueli Augsburger und Thomas Marfurt (Präsident und Vizepräsident der Historischen Schützen Schweiz), Michael Elsaesser und Andrea Gschwend-Pieren (Grossräte), Werner Kobel, (Gemeindepräsident Oberburg), Kilian Thomann (Gemeindepräsident Lyssach), Andreas Wyss (Gemeinderatspräsident Kirchberg) und Walter Meer (Kantonaler Schiessanlagenexperte). Die Musikgesellschaft Wynigen sorgte für einen schwungvollen Auftakt und einen wunderbaren musikalischen Rahmen für Festgemeinde und Absenden. Eine gewisse Sorge aufgrund der angespannten politischen Weltlage zeigte sich nicht nur in der Begrüssung durch Martin Kolb. Auch Brigadier Christian Sieber betonte in der Festrede die Notwendigkeit einer kontinuierlichen, stetigen und zielgerichteten Weiterentwicklung der Schweizer Armee, um für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein. Trotz dieser schwerwiegenden Gedanken folgte das anschliessende Absenden in ausgelassener Stimmung.
Mit dem Zofingerbecher wurde in diesem Jahr Roland Zaugg der Schützengesellschaft Langnau-Bärau für seine langjähriges und andauerndes Engagement im Verein geehrt. Nach einem Dankeswort an die zahlreichen Helfer und Helferinnen leitete Roland Adolf, OK-Präsident des Erinnerungsschiessens, die Rangverkündigung und die Abgabe der Bundesgabe ein. Diese wurde von Einzelsieger Fritz Rohrbach mit 60 Punkten gewonnen. Erstmals wurde dieses Jahr für den Gruppensieg ein Wanderpreis der Territorialdivision 1 übergeben. Dieser wurde von der Gruppe «Fischbächli» der Schützengesellschaft Melchnau mit 285 Punkten gewonnen. Der Juniorenpreis, ein Goldvreneli gesponsert durch die UBS, wurde mit 57 Punkten von Nolan Rickli der Sportschützen Bettenhausen gewonnen. Der Gruppensieg in der Kategorie Junioren ging mit 248 Punkten an die Jungschützen der Stadtschützen Burgdorf. Herzliche Gratulation an die Gewinner und einen grossen Dank an alle Helferinnen und Helfer.
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